Satzung

Satzung                                                                                                

VPK Landesverband Brandenburg e.V.                   

Satzung 
VPK Landesverband Brandenburg e.V. (Stand Oktober 2021)

Um die Satzung sprachlich einfach zu halten, wird im Allgemeinen die männliche Form eines 
personenbezogenen Wortes gewählt. Es gilt jedoch gleichermaßen für alle Geschlechter. 

§ 1 Name, Sitz und Tätigkeitsbereich  

1.  Der Verein führt den Namen „Verband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe in Brandenburg im VPK e.V.“; VPK-Landesverband Brandenburg e.V.  
2.  Sitz des Verbandes ist Potsdam.  
3.  Der Verband erstreckt seine Tätigkeit primär auf das Gebiet des Bundeslandes Brandenburg. Er kann auch die Interessen von Mitgliedern aus anderen Bundesländern wahrnehmen, soweit dies mit dem Bundesverband abgestimmt ist. Der Tätigkeitsbereich kann unterteilt werden in Regionen, die in regionalen Arbeitsgruppen zusammenarbeiten sowie in Fachbereiche, zu denen sich Fachverbände konstituieren können.  
4.  Der Verband ist Mitglied des Bundesverbandes Privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V., mit Sitz in Berlin. 

§ 2 Zweck  

Der Verband verfolgt die Förderung der Jugendhilfe im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 4 AO. Die Förderung wird realisiert durch die folgend aufgelisteten Tätigkeiten: 
1.  Der Verband vertritt die Interessen der Mitglieder gegenüber den Landes- und Bundesbehörden, dem Gesetzgeber und der Öffentlichkeit. Er will in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der öffentlichen Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe die Erziehung, Bildung, Betreuung, therapeutische Behandlung, Vorsorge und Rehabilitation junger Menschen fördern.  
2.  Der Verband hat insbesondere folgende Aufgaben:
  
a) Die kostenfreie und unabhängige Beratung von Hilfesuchenden (Eltern und Kindern) bezüglich der Gewährung von Hilfen zur Erziehung und Maßnahmen zur gesundheitlichen Vorsorge und Rehabilitation.  
b) Er setzt sich für Kinder, Jugendliche und deren Familien ein und erbringt mit seinen Mitgliedern bedarfsorientierte Angebote im Rahmen von Betreuung, Bildung und Erziehung. Die rechtliche Gleichstellung aller Träger ist dabei ein wichtiges Ziel. 
c) Die Förderung der Weiterentwicklung der Hilfen für junge Menschen durch Publikationen, Kongresse und den Austausch wissenschaftlicher, medizinischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und sozialpolitischer Informationen.  
d) Den Erfahrungsaustausch zwischen den Mitgliedern und deren Einrichtungen der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens unter Einbeziehung von Hilfesuchenden und deren Vertretungen (z.B. Selbsthilfegruppen) in den Regionen herbeizuführen, um dadurch die Bildung, Erziehung, therapeutische Behandlung, Vorsorge und Rehabilitation junger Menschen zu fördern.  
e) Behörden, Gesetzgeber und sonstige Institutionen bei der Vorbereitung und Durchführung von Gesetzen und Verordnungen auf Landesebene in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband, den Fachverbänden und Initiativen Betroffener zu beraten sowie mit ihnen im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zusammenzuarbeiten.  
f) An der Planung des Bedarfs an Kapazitäten mitzuwirken sowie auf angemessene Finanzierung der Investitions- und Betriebskosten bei der Gestaltung der Entgelte hinzuwirken, um hierdurch eine optimale Betreuung junger Menschen sicherzustellen.  

3.  Zu den Aufgaben des Verbandes gehört es, Angebote zur fachlichen Fort- und Weiterbildung für die Mitarbeiter von Einrichtungen, Gremien, Behörden oder Zusammenschlüssen Betroffener etc. anzubieten oder zu initiieren und diese im Rahmen seiner Möglichkeiten zu beraten. Eine Rechtsberatung findet nicht statt.  
4.  Der Verband kann mit bundesdeutschen und internationalen Organisationen gleicher Zielsetzung ideell oder auch organisatorisch zusammenarbeiten. Der Verband kann Mitglied in anderen Organisationen werden. 

§ 3 Gemeinnützigkeit   

1.  Der Verband verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.  
2.  Die Erfüllung dieser Aufgaben erfolgt in gemeinnütziger und selbstloser Weise gemäß den gesetzlichen Regelungen der Abgabenordnung. Die Aufgaben werden durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und freiwillige Zuwendungen Dritter finanziert. Mittel des Verbandes dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Mitglieder des Landesverbandes erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Landesverbandes. An die Mitglieder der Organe des Verbandes darf eine angemessene Vergütung gezahlt werden. 
3.  Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Verbandes fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.  
4.  Der Verband kann zur Erfüllung seiner Aufgaben erforderliche Einrichtungen schaffen, insbesondere auch eine Geschäftsstelle mit einer Geschäftsführung. Der Verband kann sich eine Geschäftsordnung geben und zur Erfüllung seiner Aufgaben Dienstleistungen einkaufen und eine Dienstleistungsgesellschaft gründen.  
5.  Der Verband ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. 

§ 4 Geschäftsjahr  

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.   

§ 5 Mitgliedschaft   

1.  Ordentliche Mitglieder können sein 
 
a)  Träger von Einrichtungen und Diensten, die Leistungen in der Kinder-, Jugend- oder Sozialhilfe auf der Grundlage der Sozialgesetzbücher (SGB VIII, SGB XII) erbringen,  
b)  Leitende Mitarbeiter eines Trägers gemäß § 5 Abs. 1 a). Die Zahl dieser Mitglieder ist pro Träger auf eins begrenzt.  

2.  Darüber hinaus können natürliche Personen, Vereinigungen und juristische Personen fördernde Mitglieder werden.  
3.  Alle Mitglieder verpflichten sich, den Verband in der Erfüllung der in § 2 genannten Aufgaben zu unterstützen.  
4.  Die Mitgliedschaft ist schriftlich zu beantragen. Über diesen Antrag entscheidet der Vorstand.  
5.  Ehrenmitglieder können von der Mitgliederversammlung mit 2/3 Mehrheit ernannt werden.  
6.  Die unter 1. a) und b) genannten Mitglieder haben ein Stimmrecht, alle anderen Mitglieder eine beratende Stimme. 

§ 6 Erlöschen der Mitgliedschaft  

1. Die Mitgliedschaft erlischt: 
 
a) bei ordentlichen Mitgliedern mit der endgültigen Einstellung der Einrichtungen, des Dienstes eines Trägers.  
b)  bei Mitgliedern nach § 5 Abs. 1 b mit Ausscheiden aus der Tätigkeit für die Mitgliedseinrichtung.  
c)  bei fördernden Mitgliedern durch Tod, bzw. Erlöschen der Rechtspersönlichkeit.  
d)  durch Austrittserklärung. Der Austritt ist nur zum Ende eines Kalenderjahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Monaten zulässig und muss schriftlich erfolgen.  
e)  durch Ausschluss aus dem Verband. Ein Grund zum Ausschluss liegt insbesondere vor, wenn das Mitglied mit seinem Mitgliedsbeitrag ein Jahr (trotz Mahnungen) im Verzug liegt oder trotz Aufforderung seine Plätze (stationär/teilstationär/ambulant) laut Betriebserlaubnis (Vergleichsplätze) nicht ordnungsgemäß meldet. Für den Ausschluss ist eine Mehrheit von 2/3 der Vorstandsmitglieder erforderlich. Der Ausschluss ist nur aus wichtigem Grund möglich. Gegen den Beschluss des Vorstandes kann Berufung eingelegt werden. Die Mitgliederversammlung entscheidet mit einfacher Mehrheit über die Berufung. Die Berufung ist innerhalb einer Frist von vier Wochen nach Zugang der Ausschlusserklärung bei der Verbandsgeschäftsstelle einzulegen. Die Mitgliedschaft des Betroffenen ruht bis zur Entscheidung der Mitgliederversammlung. 

§ 7 Organe des Verbandes  

1.  Organe des Verbandes sind: 
 
a) die Mitgliederversammlung,  
b) der Vorstand, 
c) der Beirat (erweiterter Vorstand). 

2.  Die folgenden Organe können gebildet werden:  

a) Fachbeiräte, bestehend aus vom Vorstand berufenen Mitgliedern zu einzelnen Fachthemen, 
b) regionale Arbeitsgruppen 

§ 8 Vorstand 

1. Der Vorstand besteht aus mindestens 3 und maximal 5 Mitgliedern: 

a) dem Vorsitzenden 
b) den jeweils stellvertretenden Vorsitzenden. 

2.  Gesetzlicher Vertreter des Verbandes im Sinne von § 26 BGB ist der Vorstand. Jeweils 2 Vorstandsmitglieder vertreten den Verband gerichtlich und außergerichtlich, in der Regel ist das der Vorsitzende und ein stellvertretender Vorsitzender.  
3.  Die Leitung des Verbandes obliegt dem Vorstand. Je nach Haushaltslage stellt er Personal für die Geschäftsführung der Geschäftsstelle und für die Außenvertretung Referenten ein, unterhält eine Geschäftsstelle und beaufsichtigt diese.  
4.  Der Vorstand kann einzelnen Mitgliedern des Vorstandes und Beirates Vollmachten für bestimmte sowie wiederkehrende Aufgaben und Themen schriftlich erteilen. Die Aufgabe, der Umfang und der zeitliche Rahmen muss beschrieben werden. 
5.  Die Einladung zu Vorstandssitzungen erfolgt schriftlich oder per E-Mail mit einer Frist von mindestens einer Woche durch den Vorsitzenden, ersatzweise einen der stellvertretenden Vorsitzenden. Eine Verkürzung der Ladungsfrist ist mit Zustimmung sämtlicher Vorstandsmitglieder möglich. Die Zustimmung gilt mit dem Erscheinen zur Vorstandssitzung als erteilt. Nach Maßgabe der Regelungen in Satz 1–3 können Vorstandssitzungen auch fernmündlich oder in elektronischer Form (z. B. per Videokonferenz) erfolgen.  
6.  Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Ladung mindestens die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend ist. In dringenden Fällen kann der Vorstand eine Abstimmung über nachweisbare Telekommunikationsmöglichkeiten durchführen, ohne dass es einer Sitzung bedarf.  
7.  Der Vorstand entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Stimmengleichheit gilt als Ablehnung. 
8.  Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für einen Zeitraum von 3 Jahren mit einfacher Mehrheit gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Nach Fristablauf bleiben die gewählten Vorstandsmitglieder bis zur Wahl ihrer Nachfolger im Amt.  
9.  Für ein während der Amtszeit ausscheidendes Vorstandsmitglied ergänzt sich der Vorstand durch eigenen Beschluss bis zur Abstimmung durch die nächste Mitgliederversammlung. 
10. Die Beschlüsse des Vorstandes sind zu protokollieren und vom Vorsitzenden zu unterzeichnen.  
11. Die Mitglieder des Vorstands haften dem Verband gegenüber nur für vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten. Werden Vorstandsmitglieder aufgrund ihrer Vorstandstätigkeit von dritter Seite in Anspruch genommen, stellt der Verband das betroffene Vorstandsmitglied von diesen Ansprüchen frei, sofern das Vorstandsmitglied nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig handelte. 

§ 9 Beirat (erweiterter Vorstand) und Fachbeirat (fachspezifischer Beirat) 

1.  Der Beirat (erweiterter Vorstand) hat die Aufgabe den Vorstand in seinen laufenden Geschäften zu beraten, aktiv zu unterstützen und einzelne Aufgaben zu übernehmen. Dabei soll sichergestellt werden, dass jederzeit der Vorstand satzungsgemäß ergänzt werden kann und die Erfahrungen und das Wissen von Mitgliedern aktiv dem Vorstand zur Verfügung gestellt werden. Die Zielstellung dabei ist, dass das Verbands- u. Vorstandswissen erhalten bleibt, ein Wissenstransfer stattfindet und genügend geeignete Kandidaten bei Neuwahlen des Vorstandes zur Verfügung stehen. 
2.  Der Beirat besteht aus max. 5 Mitgliedern. Seine Mitglieder werden vom Vorstand in einfacher Mehrheit berufen und abberufen. Der Beirat nimmt an den Vorstandssitzungen teil. 
3.  Der Fachbeirat wird vom Vorstand berufen und abberufen, um umfassende Themenkomplexe, rechtliche Fragestellungen, wissenschaftliche Studien, usw. im Auftrag und im Namen des Vorstandes zu bearbeiten und die Ergebnisse dem Vorstand vorzustellen.  
4.  Die Mitglieder von Beirat und Fachbeirat haben kein Stimmrecht, werden aber vom Vorstand in die Beratungen mit einbezogen. Der Vorstand kann einzelne Aufgaben und Aufträge an die gesamten Beiräte oder an einzelne Mitglieder vergeben. 
5.  Der Fachbeirat wählt aus seiner Mitte einen Sprecher, der dem Vorstand auf Einladung berichtet und die Ergebnisse vorstellt. 
6.  Es gilt die jeweilige, vom Vorstand beschlossene Beiratsordnung.  

§ 10 Stimmberechtigung und Beschlüsse der Gremien, Einladungen  

1.  Stimmberechtigt in den Organen sind alle ordentlichen Mitglieder des Organs. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes stimmberechtigtes Mitglied ist möglich. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes, namentlich benanntes, stimmberechtigtes Mitglied ist möglich. Die Stimmübertragung muss durch schriftliche Vollmacht erfolgen, die jeweils nur für die eine Sitzung gilt. Ein Mitglied darf nur ein zusätzliches Stimmrecht ausüben.  
2.  Jeder Träger hat, unabhängig von der Zahl der von ihm betriebenen Einrichtungen, eine Stimme. Bei Eintritt in den Verband ist der stimmberechtigte Vertreter des Trägers namentlich zu benennen. Bei Wechsel dieser Person ist die Übertragung des Stimmrechts auf eine andere Person namentlich anzuzeigen. Die Anzeige muss spätestens bis zum Beginn einer Sitzung vorgelegt sein.  
3.  Alle (Ausnahme: Mitgliederversammlung) Versammlungen sind beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Ladung mindestens die Hälfte der Mitglieder des Organs vertreten sind. Darüber hinaus ist jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung für die Tagesordnung ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.  
4.  Alle Beschlüsse werden mit der einfachen Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten gefasst. Wahlen zum Vorstand sind geheim durchzuführen. Andere Wahlen werden per Akklamation durchgeführt, außer wenn ein Mitglied geheime Wahlen beantragt.  
5.  Alle Einladungen erfolgen durch einfachen Brief. Zu den ordentlichen und außerordentlichen Mitgliederversammlungen werden alle Mitglieder des Verbandes vom Vorstand eingeladen. Die Einladung zur Mitgliederversammlung erfolgt einen Monat vor dem Versammlungstermin, bei vorher festgelegten Terminen (§ 11 Abs. 1k) genügt eine Ladefrist von 21 Tagen. Zu den Arbeitskreisen und Arbeitsgruppen genügt eine Ladungsfrist von 14 Tagen, der Vorsitzende des Organs lädt ein.  
6.  Die Bestimmungen des § 15 (Auflösung) bleiben unberührt.  
7.  Alle Versammlungen der Organe des Verbandes werden von ihrem jeweiligen Vorsitzenden oder dessen Vertreter geleitet. Über die Versammlungen sind Protokolle anzufertigen, die vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer unterzeichnet werden. Über die Teilnehmer an einer Versammlung ist eine Anwesenheitsliste zu führen. Alle Protokolle und Anwesenheitslisten sind innerhalb von 14 Tagen abschriftlich bei der Geschäftsstelle oder dem Vorsitzenden zu hinterlegen.  
8.  Jedes Mitglied hat das Recht, ein Protokoll anzufordern. 

§ 11 Mitgliederversammlung  

1.  Jedes Jahr findet i. d. R. im 2. Quartal eine ordentliche Mitgliederversammlung statt.  Die Tagesordnung hat mindestens folgende Punkte zu enthalten:  

a) Bericht des Vorstandes 
b)  Bericht der Rechnungsprüfer  
c)  Aussprache   
d)  Entlastung des Vorstandes  
e)  Neuwahlen in den Vorstand (alle drei Jahre)  
f)  Neuwahl der Rechnungsprüfer (alle drei Jahre) 
g)  Wahl der Delegierten gemäß § 13  
h)  Berichte der Fachbeiräte und Arbeitsgruppen 
i)  Festlegung des Haushaltsplans für das kommende Jahr (einschl. Stellenplan) 
j)  Festlegung und Änderung der Beitragsordnung (wenn erforderlich) 
k)  Festlegung des Tagungstermins und des Tagungsortes für die nächste Mitgliederversammlung  

2.  Eine außerordentliche Mitgliederversammlung tritt zusammen, wenn der Vorstand sie einberuft. Beantragen dies mindestens 20 % der Mitglieder, ist der Vorstand verpflichtet, die außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Sie muss innerhalb von acht Wochen nach Antragstellung abgehalten werden.  
3.  Die Tagesordnung der Mitgliederversammlung wird vom Vorstand aufgestellt. Anträge von Mitgliedern zur Tagesordnung müssen eine Woche vor der Ladefrist schriftlich beim Vorstand eingereicht sein. Dringlichkeitsanträge können bis zum Beginn der Versammlung beim Vorstand abgegeben werden. Die Dringlichkeit muss gegenüber der Versammlung begründet werden, die Mitgliederversammlung entscheidet über die Dringlichkeit. 

§ 12 Regionale Arbeitsgruppen  

1.  Die Mitglieder können sich in regionalen Arbeitsgruppen zusammenschließen. 
2.  Regionale Arbeitsgruppen wählen einen Sprecher, der auf Einladung gegenüber dem Vorstand / der Mitgliederversammlung berichtet.  
3.  Zur Lösung bestimmter Aufgaben und Probleme können der Vorstand oder die Mitgliederversammlung Arbeitsgruppen als temporäre oder ständige Organe berufen.  

§ 13 Delegierte  

1.  Der Verband wird auf den Mitgliederversammlungen des Bundesverbandes durch Delegierte vertreten.  
2.  Die Anzahl der zu wählenden Delegierten, richtet sich nach der Anzahl der vom Verband vertretenen Vergleichsplätze. Die Anzahl der Vergleichsplätze bestimmt sich nach folgendem Schlüssel:  

a)  Bei stationären Angeboten entspricht ein Vergleichsplatz einem Platz, nachgewiesen durch die jährliche Meldung zum Stichtag 30.11. nach § 47 SGB VIII.  
b)  Bei teilstationären Angeboten entspricht ein Platz einem halben Vergleichsplatz.  
c)  Bei ambulanten Diensten und Leistungen ergeben die innerhalb des letzten abgelaufenen Kalenderjahres gegen Entgelt geleisteten Fachleistungsstunden dividiert durch die durchschnittliche Jahresarbeitszeit nach KGSt die Anzahl der Vergleichsplätze. Das Ergebnis wird kaufmännisch auf eine Nachkommastelle gerundet.  

3.  Je angefangene einhundert Vergleichsplätze ist ein Delegierter zu wählen. Ungeachtet der Anzahl der Vergleichsplätze wird mindestens ein Delegierter gewählt.  
4.  Die Delegierten werden wie folgt gewählt: Von der Mitgliederversammlung zu wählen sind der 1. Delegierte für die Amtszeit des Vorstandes, das Amt sollte nach Möglichkeit durch ein Mitglied des Vorstandes wahrgenommen werden; der 2. Delegierte für die Amtszeit des Vorstandes, das Amt sollte nach Möglichkeit durch den Vertreter des Verbandes im Rat der Landes- und Fachverbände wahrgenommen werden. Die weiteren Delegierten werden durch Vorstandsbeschluss bestimmt. Sie werden für den Zeitraum von einem Jahr bestimmt und sollten nach Möglichkeit unterschiedliche Fachbereiche vertreten.  
5.  Für die Delegierten sind Ersatzdelegierte zu wählen, die im Falle der Verhinderung von Delegierten deren Amt wahrnehmen. 
6.  Bei der Ausübung ihres Amtes sind die Delegierten an die Beschlüsse der Organe des Verbandes gebunden.  
7.  Die Delegierten und Ersatzdelegierten werden dem Bundesverband spätestens 7 Tage vor Ablauf der Einladungsfrist zur Mitgliederversammlung des Bundesverbandes benannt. 

§ 14 Beiträge und Finanzen  

1.  Zur Erfüllung der Aufgaben des Verbandes hat jedes Mitglied einen Jahresbeitrag = Mitgliedsbeitrag zu leisten. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird in der Beitragsordnung festgelegt. Die Beitragsordnung wird von der Mitgliederversammlung beschlossen.  
2.  Es ist ein Haushaltsplan aufzustellen, der die voraussichtliche Verwendung der Mittel festlegt. Der Vorstand ist an diesen Haushaltsplan gebunden und kann die Ansätze des Planes nur aus wichtigem Grund und um maximal 10 % überschreiten. Für Veränderungen ist ein Nachtragshaushaltsplan zu erstellen.  
3.  Auf der Mitgliederversammlung ist die Jahresrechnung für das abgelaufene Geschäftsjahr vorzulegen.   
4.  Es sind zwei Rechnungsprüfer zu wählen, die die Buchführung mindestens einmal jährlich stichprobenartig überprüfen und der Mitgliederversammlung berichten.   
5.  Die Mitgliederversammlung legt den Entscheidungsspielraum bei der Verwendung der Mittel für den Vorsitzenden und/oder die Geschäftsführung fest.   
6.  Den regionalen Arbeitsgruppen können Mittel zur eigenen Verwaltung zugewiesen werden.  
7.  Spendenzuwendungen an den Verband können aufgrund eines Vorstandsbeschlusses für Bedürftige, die in Mitgliedseinrichtungen betreut werden, verwendet werden. 

§ 15 Satzungsänderung und Auflösung des Verbandes

1.  Eine Änderung der Satzung kann nur in einer dazu berufenen Mitgliederversammlung mit 2/3 der erschienenen Mitglieder beschlossen werden.   
2.  Die Auflösung des Verbandes kann nur in einer dazu berufenen Mitgliederversammlung mit 3/4 Mehrheit der erschienenen Mitglieder beschlossen werden, wenn mindestens die Hälfte aller Mitglieder auf dieser Versammlung vertreten ist. Ist eine solche Versammlung nicht beschlussfähig, so ist innerhalb von 14 Tagen eine zweite Versammlung einzuberufen, welche mit 3/4 Mehrheit der anwesenden Mitglieder endgültig beschließt. Die Liquidatoren werden von der die Auflösung beschließenden Versammlung bestimmt  
3.  Im Falle der Auflösung oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke beschließt die letzte Mitgliederversammlung, welcher gemeinnützigen Vereinigung der freien Jugendhilfe das Vermögen des Verbandes zufließen soll. Die Verwendung des Vermögens hat in einer dem § 
2 der Satzung entsprechenden Weise nach Einwilligung des zuständigen Finanzamtes zu erfolgen. 

§ 16 Gerichtsstand 

Der Gerichtsstand ist Potsdam. 

§ 17 Eintragung  

Die Satzung wird in das zuständige Vereinsregister eingetragen. 

Gründungssatzung vom 28.04.1997.  
Satzungsänderungen am 28.10.2021, 06.11.2019, 05.03.2010, 28.09.2007, 21.10.2005.