Wieviel Taschengeld ein Kind bekommt, das in einer Wohngruppe nach § 34 SGB VIII untergebracht ist, hängt vom Landkreis ab, in dem die Einrichtung liegt.

Damit sich das ändert, kümmert sich der Kinder- und Jugendhilfe Landesrat (KJLR) um dieses Thema.

Was ist der Kinder- und Jugendhilfe Landesrat?

Am 04.10.2018 wurde innerhalb des Dialogforums für Beteiligung in den Hilfen zur Erziehung der erste Kinder- und Jugendhilfe-Landesrat in Brandenburg gewählt. Der KJLR besteht aus 10 Kindern und Jugendlichen und versteht sich als Interessenvertretung der Kinder und Jugendlichen aus den erzieherischen Hilfen. In einer Klausur im November 2019 legte der KJLR  auf Grundlage der Ergebnisse der vergangenen Dialogforen Themenschwerpunkte für das Jahr 2019 fest. Ein Thema ist die bestehende Ungerechtigkeit beim Taschengeld.

Was hat es damit auf sich?

Die Höhe des Taschengeldes variiert von Landkreis zu Landkreis und so kommt es mitunter dazu, dass gleichaltrige Kinder und Jugendliche aus unterschiedlichen Landkreisen in einer Wohngruppe unterschiedlich hohes Taschengeld ausgezahlt bekommen. Das wurde von Kindern und Jugendlichen mehrmals in den Dialogforen angesprochen. Der KJLR ist der Angelegenheit auf den Grund gegangen und hat erreicht, dass das Land Brandenburg eine Empfehlung zur Festsetzung der Höhe eines angemessenen Barbetrages (Taschengeld) zur persönlichen Verfügung für junge Menschen durch die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe im Land Brandenburg veröffentlicht hat.

Klingt kompliziert, sollte es aber eigentlich nicht sein. Hier gibt es die Empfehlungen als PDF.

Ein gutes Beispiel dafür, dass Beteiligung wirkt.


Robert Kühr

Robert Kühr

Robert Kühr ist Referent des VPK Landesverband Brandenburg. Er berät und unterstützt privat-wirtschaftliche und privat-gemeinnützige Träger der Kinder- und Jugendhilfe und organisiert deren persönlichen und fachlichen Austausch im Netzwerk des VPK.